6 06, 2018

Johannes Möller-Preis 2018

2018-06-06T12:24:49+00:0006. Juni 2018|Johannes Möller-Preis|

Die Möller Stiftung für Wissenschaft und Forschung verleiht alljährlich für eine herausragende Dissertation auf dem Gebiet der Feststoffverfahrenstechnik den Johannes Möller Preis.
Der Johannes Möller Preis 2018 wurde im Rahmen des Jahrestreffens der ProcessNet-Fachgruppe Mehrphasenströmung in Bremen verliehen.

Der diesjährige Preisträger

Herr Dr.-Ing. Christian Alexander Nied

erhielt die Auszeichnung für seine Promotionsarbeit mit dem Thema „Untersuchungen zur horizontalen Pfropfenförderung – Experiment und Modellbildung“, welche er an der Technischen Universität München unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Karl Sommer angefertigt hat.

Die bisherige Vorstellung, dass der pneumatische Pfropfentransport in Analogie zum Ausfließen von Material aus einem Silo betrachtet werden kann, hat Herr Nied mit seiner Arbeit widerlegt. Für die Pfropfenförderung von Kunststoffgranulat konnte er erstmals nachweisen, dass bei erhöhter Wandrauigkeit die Partikel-Wand-Stöße maßgeblich für den sich ausbildenden Strömungszustand und damit bei der Berechnung des Druckabfalls in adäquater Weise zu berücksichtigen sind.

 

v.l.n.r. Maike Toivonen (Vorstandsvorsitzende der Möller-Stiftung), Dr.-Ing. Christian Alexander Nied (Preisträger, Technische Universität München), Prof. Dr.-Ing. habil. Karl-Ernst Wirth (Vorsitzender des Kuratoriums der Möller Stiftung , Universität Erlangen-Nürnberg, Foto: H. Möller

29 05, 2017

Johannes Möller-Preis 2017

2017-05-29T16:24:17+00:0029. Mai 2017|Johannes Möller-Preis|

Der Johannes-Möller Preis 2017 wurde am 15.03.2017 im Rahmen des Jahrestref-fens der ProcessNet-Fachgruppe Mehrphasenströmungen in Dresden verliehen.

Der diesjährige Preisträger

Herr Dr.-Ing. Stefan Strege

erhielt die Auszeichnung für seine Arbeit über die „Röntgenmikroskopische Analyse der Verdichtung und Scherung feiner und kohäsiver Pulver“, welche er an der Technischen Universität Braunschweig unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Arno Kwade angefertigt hat.
Die Untersuchung der Verdichtung und Scherung feiner Pulver auf Mikro- bzw. Partikelebene mittels eines selbst entwickelten, hochpräzisen und in einen Röntgenmikrotomograph integrierten Mikroschertesters steht im Fokus der Dissertation von Herrn Dr.-Ing. Strege.

Ausgehend von der Entwicklung, dem Bau und der Etablierung des weltweit kleinsten, vollständig funktionsfähigen Mikro-Verdichtungs- und Schergeräts mit einem Probevolumen von wenigen µ-Litern, welches in einen Röntgenmikrotomographen integriert wurde, charakterisierte Herr Strege die Verdichtung und Scherung von Pulvern auf Makro-, Meso- und Mikroebene. Auf Grundlage der Entwicklung und Weiterentwicklung von Methoden zur Auswertung der umfangreichen Bilddaten charakterisierte Herr Strege quantitativ die Pulvereigenschaften auf Partikelebene, insbesondere die Anisotropie bei Verdichtung und die Scherzonenausbildung. Hierfür nutzte er neue Kenngrößen, die entsprechend eines „coarse graining“ Ansatzes aufgestellt und mit Partikeleigenschaften korreliert wurden.
Herr Strege ermöglichte durch den von ihm entwickelten, in einen 3D-Mikrotomographen integrierten Mikroschertester und die zugehörigen Auswertemetho¬den einen einzigartigen neuen Einblick in die Verdichtung und das Fließen von Schüttgütern auf Partikelebene. Seine Arbeit überzeugt durch die Kombination von technischer Entwicklung neuartiger komplexer Mess- und Auswertemethoden und deren praktischen Anwendung zur mikromechanischen Charakterisierung ausgewählter Schüttgüter hinsichtlich Anisotropie und Fließverhalten.

 

v.l.n.r. Prof. Dr.-Ing. habil. Karl-Ernst Wirth (Vorsitzender Kuratorium, Universität Erlangen-Nürnberg), Dr.-Ing. Hermann Möller (Stifter des Preises), Maike Toivonen (Vorstandsvorsitzende der Möller-Stiftung), Dr.-Ing. Stefan Strege (Preisträger), Prof. Dr.-Ing. Arno Kwade (Doktorvater, TU Braunschweig)

21 03, 2016

Johannes Möller-Preis 2016

2016-03-21T10:55:19+00:0021. März 2016|Johannes Möller-Preis|

Der Johannes-Möller Preis 2016 wurde am 29.02.2016 im Rahmen des Jahres-treffens der ProcessNet-Fachgruppen Agglomerations- und Schüttguttechnik, Computational Fluid Dynamics und Mehrphasenströmungen in Bingen am Rhein verliehen.

Die diesjährige Preisträgerin

Frau Dr.-Ing. Christina Blümel

erhielt die Auszeichnung für Ihre Arbeit „Charakterisierung der Trockenen Beschichtung zur Herstellung von maßgeschneiderten Kompositpartikeln“, welche sie an der Universität Erlangen-Nürnberg unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. habil. Karl-Ernst Wirth angefertigt hat.

In einer Vielzahl von Mischversuchen konnte Frau Blümel zeigen, dass für eine optimale Beschichtungsqualität von mikroskaligen Partikeln mit submikronen Partikeln eine definierte Zeit erforderlich ist. Ihr gelang es, den Beschichtungsprozess analog zu einer Folgereaktion zu beschreiben. Sowohl für kohäsive als auch für freifließende Partikeln ergeben sich damit mischerunabhängige Kennzahlen zum Beschreiben des Beschichtungsfortschrittes. Damit ist es ihr gelungen, Auslegungsunterlagen zum Scale-up des Beschichtungsprozesses bzw. des Mischens auf partikulärer Skala zu erstellen.

Anwendungen von optimal beschichteten mikroskaligen Partikeln beim Schäumen von Aluminium, beim Einsatz in der additiven Fertigung und als Elektrodenmaterial in Batterien führen zu Produkten mit deutlich verbesserten Eigenschaften.

 

Johannes-Moeller-Preis-2016

v.l.n.r. Dr. Martin Schilling (Kuratoriumsmitglied, BASF SE), Prof. Dr.-Ing. habil. Stefan Heinrich (Kuratoriumsmitglied, TU Hamburg), Maike Toivonen (Vorstandsvorsitzende der Möller-Stiftung), Dr.-Ing. Hermann Möller (Stifter des Preises), Frau Dr.-Ing. Christina Blümel (Preisträgerin), Prof. Dr.-Ing. habil. Karl-Ernst Wirth (Vorsitzender Kuratorium, Universität Erlangen-Nürnberg)

9 04, 2015

Johannes Möller-Preis 2015

2018-06-06T12:15:41+00:0009. April 2015|Johannes Möller-Preis|

Im Rahmen des Jahrestreffens der ProcessNet-Fachgruppe Mehrphasenströmungen am 19.03.2015 in Lüneburg wurde zum 19. Mal der Johannes Möller-Preis verliehen.

Der diesjährige Preisträger

Dr.-Ing. Johannes Lindner

wurde für seine Dissertation „On Continuous Magnetically Enhanced Centrifugation in Large Scale Downstream Processing of Bioproducts“ ausgezeichnet. Johannes Lindner hat diese Arbeit bei Herrn Prof. Dr.-Ing. Hermann Nirschl am Karlsruher Institut für Technologie durchgeführt.

Die theoretische und experimentelle Untersuchung der Abtrennung molekularer Wertstoffe (z. B. Proteine) aus Lösungen unter Verwendung oberflächenfunktionalisierter magnetischer Partikel im Zentrifugalfeld steht im Mittelpunkt der Dissertation von Herrn Dr. Lindner.

Ausgehend von einer detaillierten Simulation der Strömungsvorgänge in der Zentrifuge und der Agglomeration der oberflächenfunktionalisierten Partikeln mit den daran gebundenen Wertstoffen durch Einwirkung magnetischer Kräfte ist es gelungen, die Abtrennung von molekularen Wertstoffen in einem kontinuierlich arbeitenden Abscheideprozess theoretisch zu beschreiben. Auf der Basis seiner Berechnungen hat Herr Lindner eine magnetfeldüberlagerte Zentrifuge (Dekanter) konstruiert, gebaut und betrieben. Die damit erhaltenen experimentellen Ergebnisse bestätigen seine Simulationen zur kontinuierlichen Abtrennung von Wertstoffmolekülen.

Herrn Lindner ist es gelungen, durch Überlagerung von Magnetseparation und Zentrifugation, einen vollkontinuierlichen Abscheideprozess für Wertstoffmoleküle aus Lösungen zu etablieren. Ein hohes Maß an technischem als auch an theoretischem Verständnis ermöglichte ihm, ausgehend von theoretischen Überlegungen, die technische Umsetzung eines komplexen Abscheideprozesses für den Einsatz in der industriellen Praxis.

v.l.n.r. Prof. Dr.- Ing. Karl-Ernst Wirth (Vorsitzender Kuratorium der Möller-Stiftung, Universität Erlangen), Prof. Dr.-Ing. Hermann Nirschl (Doktorvater, Karlsruher Institut für Technologie),  Dr.-Ing. Johannes Lindner (Preisträger), Maike Toivonen (Vorstandsvorsitzende der Möller-Stiftung), Dr.-Ing. Hermann Möller (Stifter des Preises)

v.l.n.r. Prof. Dr.- Ing. Karl-Ernst Wirth (Vorsitzender Kuratorium der Möller-Stiftung, Universität Erlangen), Prof. Dr.-Ing. Hermann Nirschl (Doktorvater, Karlsruher Institut für Technologie), Dr.-Ing. Johannes Lindner (Preisträger), Maike Toivonen (Vorstandsvorsitzende der Möller-Stiftung), Dr.-Ing. Hermann Möller (Stifter des Preises)